Förderverein für jüdisches Gedenken Frankenthal

Mitteilungen an die Medien

 

 

Die aktuellen Informationen stehen oben. Für weitere Informationen bewegen Sie sich auf dieser Seite nach unten. Fotos zum Vergrößern einmal anklicken.

 

 

                     Gemeinsam aus Stadt und Land

                       gegen Feinde der Demokratie

             Rund 2 000 Menschen auf dem Rathausplatz

                                       in Frankenthal

Rund 2 000 Menschen aus Frankenthal und vielen umliegenden Orten versammelten sich am 27. Januar 2024 auf dem Rathausplatz in Frankenthal.

 

Die Polizei spricht von rund 2 000 Menschen, die am 27. Januar 2024 auf dem Frankenthaler Rathausplatz gegen Feinde der Demokratie demonstrierten.

 

 

 

 

 

Lichter gegen Dunkelheit am 27. Januar 2024

Bundesweite Aktion der Gedenkstätten-Initiativen

Mit dem Foto „Die ehemalige Synagoge in der Glockengasse“ beteiligt sich der Förderverein am 27. Januar an der bundesweiten Aktion „Lichter gegen Dunkelheit - Gedenken für die Opfer des Nationalsozialismus“.

 

Auch in diesem Jahr beteiligt sich der Förderverein für jüdisches Gedenken Frankenthal am Nationalen Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar. Am 27. Januar 1945 wurde das Vernichtungslager Auschwitz durch die russische Armee befreit.

 

Im Rahmen der bundesweiten Aktion #LichterGegenDunkelheit werden zum Gedenktag in rund 80 Gedenk- und Bildungsstätten, Museen, Dokumentations-zentren und Erinnerungsinitiativen zur Geschichte der nationalsozialistischen Verbrechen mit besonderen Licht- und Beleuchtungseffekten wichtige Ereignisse öffentlich vorgestellt.

 

Der Förderverein zeigt auf seiner Internetseite www.juden-in-frankenthal.de das Foto der früheren Synagoge, das bereits mehrmals auf die Giebelwand des Wohn- und Bürohauses Ecke Glockengasse/Synagogengasse projiziert wurde.

 

„Wo früher die Synagoge stand, bietet heute die Giebelwand des großen Gebäudes eine optimale Fläche, um Fotos aus der jüdischen Geschichte öffentlich zu präsentieren“, informiert Herbert Baum vom Förderverein.

Das Foto zeigt den jüdischen Lehrer Nathan Nathan bei der Deportation der Frankenthaler Juden am 22. Oktober 1940 nach Gurs in Südwest-Frankreich.

 

Bei Gedenktagen wurden auf der weißen Giebelwand mit Filmen, Fotos und Texten bereits mehrmals Ausschnitte aus dem jüdischen Leben in Frankenthal vorgestellt. Das Gebetshaus und das Gemeindehaus der Jüdischen Gemeinde wurden durch Bomben im September 1943 zerstört und 1952 abgerissen. Auf den Internetseiten www.lichter-gegen-dunkelheit.de findet man weitere Informationen über die Frankenthaler Synagoge und über die Geschichte der Frankenthaler Juden.

 

 

Gedenktag: Land erinnert an lange verleugnete Opfer

 

Mainz. Bei den Veranstaltungen zum Gedenktag für die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft rund um den 27. Januar soll in diesem Jahr eine lange verdrängte Opfergruppe in den Mittelpunkt gestellt werden. Erinnert werde insbesondere an Menschen, die als „Asoziale“ oder „Berufsverbrecher“ verfolgt worden waren, teilte die Landtagsverwaltung mit.

 

Gastredner bei der Landtagsgedenk-sitzung ist der Diplom-Mathematiker und Buchautor Alfons Ludwig Ims, dessen Vater im Armenviertel Kalkofen in Kaiserslautern lebte und nach dem NS-Sprachgebrauch als „moralisch minderwertig“ und „asozial“ galt. Von den Nationalsozialisten wurden Wohnungslose, Bettler und Fürsorgeempfänger systematisch verfolgt. Wegen Eigentums-delikten Vorbestrafte wurden als „Berufs-verbrecher“ in Konzentrationslagern inhaftiert, ohne dass sie erneut straffällig geworden waren. Erst 2020 seien diese Gruppen als Opfer der NS-Diktatur anerkannt worden, sagte Landtagspräsident Hendrik Hering: „Die Veranstaltung geht auch der Frage nach, wie es zu der jahrzehn- 

                                                                      telangen Leugnung dieses Unrechts

                                                                      kommen konnte ...“

Quelle

Die Rheinpfalz Ludwigshafener Rundschau - Nr. 3

Donnerstag, den 4. Januar 2024