Aktuelles vom Förderverein für jüdisches Gedenken
Das Romeo Franz Ensemble spielt im Rahmen des Nationalen Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar 2012 bei einem Konzert um 19.30 Uhr in der Zwölf-Apostel-Kirche
Das Romeo Franz EnsembleDas Romeo Franz Ensemble spielt im Rahmen des Nationalen Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus
am 27. Januar 2012
19.30 Uhr
in der Zwölf-Apostel-Kirche in Frankenthal
(Ecke Carl-Theodor-Straße/Kanalstraße)
Eintritt 5 Euro
Romeo Franz gründete das Ensemble 1991 gemeinsam mit Thomas Stützel. Der Musikstil der Gruppe kommt dem Stil des „Hot Club de France „mit Stephane Grapelli und Django Reinhard sehr nahe. Dennoch hat das Romeo Franz Ensemble seinen ganz eigenen und unverkennbaren Stil. Das Repertoire ist sehr breit gefächert von Swing, Jazz der 30er, 40er und 50er Jahre, Latin, Walzer, ungarische Folklore und viele eigene wunderschöne Kompositionen.
Die Instrumentierung des Ensembles besteht aus einer Violine, einer Rhythmusgitarre, einer Sologitarre und einem Kontrabass. Es können auch, wie auf der neuen CD "Best Friend’s" zu hören ist, Akkordeon, Klavier, Gesang und Schlagzeug mit in das Klangbild einfließen.
Special Guest ist Joe Bawelino „Big Papa Joe”.
Seit 1998 setzt Romeo Franz sich ehrenamtlich für die Bürgerrechte der Sinti und Roma ein. Er ist stellvertretender Vorsitzender des Landesverbandes deutscher Sinti und Roma in Rheinland-Pfalz.
Zur Finanzierung des Konzerts ist der Förderverein auf Spenden angewiesen.
Bankverbindung:
Sparkasse Rhein – Haardt
BLZ 546 512 40
Kontonummer 2400 24778
Nationaler Gedenktag

"Im Himmel, unter der Erde"
(90 Minuten)
Filmveranstaltung für Schulen
sowie für interessierte Bürgerinnen und Bürger
27. Januar 2012
10.30 Uhr
Eintritt 2 Euro
Lux-Kinos
August-Bebel-Straße 7-9
67227 Frankenthal
Telefon (06233) 27110
E-Mail: info@lux-kinos.de
Internet www.lux-kinos.de
Der Förderverein organisiert zum Nationalen Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialis- mus am 27. Januar 2012 eine Filmveranstaltung für Schulen sowie für interessierte Bürgerinnen und Bürger.
Im Norden der Stadt Berlin, versteckt in einem Wohngebiet, umgeben von Mauern und bedeckt von einem Urwald aus Bäumen, Rhododendron und Efeu liegt der Jüdische Friedhof Berlin-Weißensee. Er wurde 1880 angelegt, ist 42 Hektar groß, hat derzeit 115.000 Grabstellen und immer noch wird auf ihm bestattet. Weder der Friedhof noch sein Archiv sind je zerstört worden – ein Paradies für Geschichten-Sammler. Britta Wauer und ihr Kameramann Kaspar Köpke waren immer wieder auf dem Jüdischen Friedhof und haben einen höchst lebendigen Ort vorgefunden. Menschen aus aller Welt kommen dort hin und können von jüdischer, Berliner und zugleich deutscher Geschichte erzählen, von der dieser Ort erfüllt ist. Der Film wurde auf der Berlinale 2011 mit dem Panorama-Publikumspreis als „Bester Dokumentarfilm“ ausgezeichnet.
Bereits im Jahr 2008 besuchten rund 300 Schülerinnen und Schüler des Albert Einstein Gymnasiums, des Karolinen Gymnasiums und der Berufsbildenden Schulen den Film „Am Ende kommen Touristen“
Die Veranstaltung wird finanziell unterstützt von der Landesarbeits-gemeinschaft der Gedenkstätten und Erinnerungsinitiativen zur NS-Zeit in Rheinland-Pfalz.
Zeitzeuge Harry Kindermann aus Ludwigshafen verbrachte seine Kindheit und Jugend auf dem Friedhof Weißensee
Als Zeitzeuge ist Harry Kindermann eingeladen.Als Zeitzeuge ist Harry Kindermann aus Ludwigshafen zur Filmveranstaltung eingeladen.
Er kam 1927 in Berlin zur Welt. Seine Eltern waren zwar 1924 nach Palästina ausgewandert, kamen aber zurück nach Berlin, weil der Großvater – ein deutscher Patriot – verlangte, dass sein Enkel in Deutschland aufwachsen müsse. Der Großvater war es auch, der dem jungen Vater eine Stelle als Maurer auf dem Jüdischen Friedhof Weißensee verschaffte, wo er als Chef der Fundamentebauabteilung bald ein gutes Einkommen erzielte. Weil ihn der Vater zum Spielen oft mit auf den Friedhof nahm, sagt Harry Kindermann von sich, dass er „praktisch auf dem Friedhof groß geworden“ sei. 1939, mit zwölf Jahren brachte ihm der Vater auf dem Friedhofsgelände sogar das Autofahren bei. Nach der Schließung der jüdischen Schulen in Deutschland wurde der vierzehnjährige Harry auf den jüdischen Friedhof zwangsverpflichtet. Sein Großvater, Träger des Eisernen Kreuzes, und die Großmutter wurden deportiert und ermordet. Harry Kindermann überlebte den Zweiten Weltkrieg als Zwangsarbeiter in einem Bautrupp, der im Auftrag von Adolf Eichmann Tiefbunker baute.
Nach der Befreiung arbeite er unter anderem als Bauleiter für die Firma Philipp Holzmann. Er heiratete 1950. Im Februar 1953 floh er aufgrund einer antisemitische Hetzkampagne mit Frau und Kind aus Ost-Berlin. Er zog nach Ludwigshafen und arbeitete bei der städtischen Baugesellschaft GAG. Er war mehrere Jahre Vorsitzender und Geschäftsführer der Jüdischen Kultusgemeinde Rheinpfalz.
Der Jüdische Friedhof in Berlin-Weißensee
Der Jüdische Friedhof Berlin-Weißensee wurde 1880 angelegt.
Auf dem Friedhof Weißensee befinden sich zurzeit 115.000 Grabstellen.
Zahlreiche imposante Grabstellen müssen mit Holzgerüsten gestützt werden.
Jüdische Friedhöfe in Frankenthal
Vortrag am 29. Februar 2012 in der Volkshochschule
Der älteste Grabstein auf dem Jüdischen Friedhof: Sarah Heymann starb am 12. Dezember 1826.Werner Schäfer und Herbert Baum informieren in einem Vortrag mit vielen Fotos am
Mittwoch 29. Februar 2012
19 Uhr
im VHS-Bildungszentrum, Schlossergasse, Vortragsraum
Eintritt frei
über die beiden jüdischen Friedhöfe in Frankenthal.
Die ersten Juden, die in Frankenthal gelebt haben, wurden vermutlich auf dem Wormser Friedhof "Heiliger Sand" begraben, später auf dem Friedhof in Heuchelheim. 1820 kaufte die Jüdische Gemeinde Frankenthal auf der Ostseite des neuen städtischen Friedhofs ein Feld für den ersten eigenen Friedhof. Hier sind heute noch 130 Grabsteine erhalten, davon 58 mit hebräischer Schrift. Das erste Grab ist von Sarah Heymann, gestorben am 12. Dezember 1826. Im Zweiten Weltkrieg wurde der rechte Teil durch Bomben fast völlig zerstört. Die Stadtverwaltung ließ dort tote Zwangs- arbeiter beerdigen.
Der Neue Jüdische Friedhof wurde 1916 durch die Stadt Frankenthal angelegt. Das erste Grab stammt aus dem Jahr 1917. In den vergangenen Jahren wurden hier wieder Frauen und Männer jüdischen Glaubens aus der ehemaligen Sowjetunion begraben. Der Förderverein hat zwischen 1995 und 2000 alle Grabsteine foto- grafiert und die Inschriften dokumentiert. Die 64 Grabsteine sind - je nach Alter - noch gut erhalten.
Im Vortrag werden sowohl die Geschichte der beiden Friedhöfe als auch die jüdischen Begräbnisregeln dargestellt.
Der Vortrag findet im Rahmen der "Woche der Brüderlichkeit" statt, die seit 1952 von den Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit jedes Jahr im März durchgeführt wird.
Jüdischer Humor in Hollywood
Vortrag am 13. März 2012 in der Volkshochschule
Die Marx Brothers"Jüdischer Humor in Hollywood" heißt das Thema eines Vortrags, den der israelische Historiker Tal Cohen am
Dienstag, 13. März 2012
19 Uhr
im VHS-Bildungszentrum in der Schlossergasse
hält. Der Vortrag ist kostenlos.
Die Marx Brothers, Woody Allen, Barbara Streisand und viele andere Hollywood-Stars haben eines gemeinsam: den spezifischen jüdischen Humor. Was ist jüdischer Humor? Wie hat er Hollywood erobert? Und warum muss man kein Jude sein, um über diesen Ulk zu lachen?
Der Vortrag findet in Kooperation mit der Volkshochschule Frankenthal im Rahmen der Woche der Brüderlichkeit statt.
