Neuer Jüdischer Friedhof ab 1918

 

Der neue Jüdische Friedhof wurde ab 1918 belegt. Der neue Jüdische Friedhof wurde ab 1918 belegt.

 

Der neue Jüdische Friedhof Frankenthals wurde 1916 durch die Stadtverwaltung nahezu im Zentrum des städtischen Friedhofs, zirka 100 Meter entfernt vom Alten Jüdischen Friedhof, angelegt und ab 1917 benutzt. Auf der Gedenkplatte am Eingang steht 1918 als Datum.

 

Hier sind die Grabsteine durch das geringere Alter und die Verwendung härterer Steinarten besser erhalten als auf dem Alten Friedhof. Es existieren 64 Grabsteine mit 16 hebräischen Inschriften. 

 

 

Frieda Plaut und Johanna Roth haben den Holocaust überlebt. Sie starben 1957 beziehungsweise 1954 in Frankenthal.

 

 

Auch Josef Weil hat den Holocaust überlebt. Er starb 1953.

Juden aus der ehemaligen Sowjetunion

Im Januar 1991 wird der Aufenthalt der aus der Sowjetunion zugewanderten Jüdinnen und Juden in Deutschland mit einem Gesetz geregelt. Es bekommt den Namen "Gesetz über Maßnahmen für im Rahmen humanitärer Hilfsaktionen aufgenommene Flüchtlinge", oder kurz: "Kontingent- flüchtlingsgesetz".

 

Zwischen den Jahren 1989 und 2009 sind ungefähr 219.000 Personen jüdischer Herkunft aus Ländern der ehemaligen Sowjetunion nach Deutschland gekommen. Damit hat sich die Anzahl der Mitglieder von jüdischen Gemeinden in Deutschland beinahe vervierfacht.

 

 

 

 

 

In Frankenthal leben vermutlich rund 80 Menschen jüdischer Herkunft. Nicht alle sind gläubig.

 

Im September 1997 wurde Enta Indina auf dem neuen Jüdischen Friedhof beerdigt. Unter der Abdeckung links oben befindet sich ein Foto von ihr. Da nach jüdischer Tradition ein solches Foto auf einem Grabstein nicht erlaubt ist, wurde es mit einem Rahmen und einem Deckel verdeckt. Wer will, kann den Deckel öffnen und sieht das Foto. Dies ist ein gutes Beispiel dafür, wie ein Rabbi mit einem solchen Problem umgeht.

 

Inzwischen wurden mehrere jüdische Männer und Frauen aus der ehemaligen Sowjetunion auf dem neuen Jüdischen Friedhof beerdigt. Inzwischen wurden mehrere jüdische Männer und Frauen aus der ehemaligen Sowjetunion auf dem neuen Jüdischen Friedhof beerdigt.